Wie macht man Unterricht ohne sich zu treffen? Vor dieser Frage stehen nicht nur Lehrer, sondern auch Pfarrerinnen. Erst im September sind in unserer Gemeinde die Konfirmationen.

Bis dahin findet Konfer anders statt: Zum einen gehe ich mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden “pilgern”. Ich verabrede mich einzeln mit den Jugendlichen zu einem längeren Spaziergang rund um unser Dorf. Jeder von uns trägt dann eine Jakobsmuschel – das Zeichen der Pilger – an einem Lederband um den Hals. Wir marschieren los und reden über Gott und die Welt.

Zum anderen bekommen die Konfis jetzt jede Woche eine kleine Aufgabe. So haben sie zum Beispiel Hoffnungssätze rausgesucht und sie mit Straßenkreide auf die Fußwege geschrieben oder ein persönliches Gebet an einem schönen Ort gesprochen.

Außerdem bekommen sie für jede Andacht, die sie zuhause feiern, von ihren Eltern eine Gottesdienstunterschrift.

Es ist ein anderer Konfirmandenunterricht als üblich. Dennoch bin ich sicher, auch so werden die Jugendlichen ihren Glauben finden und dann bei der Konfirmation sagen: Ja, mit Gott möchte ich zu tun haben!